Die heiligen Crispinus und Crispinianus


Sie sollen ihr Martyrium entweder um 287 in Rom oder um 304 in Soissons, nordöstlich von Paris, erlitten haben. Ihr Fest feiern wir am 25. Oktober.
Crispinus und Crispinianus Die beiden Söhne einer reichen, angesehenen römischen Familie, Crispin(us) und sein Bruder Crispinianus kamen zusammen mit dem Sohn eines römischen Senators nach Soissons (Frankreich), um dort den christlichen Glauben zu verbreiten. Sie arbeiteten als Schuhmacher, wobei sie den Armen unentgeltlich Schuhe fertigten, wodurch sie viele für den Glauben gewannen.
Kaiser Maximians Verfolgung der Christen wurde aber auch in Lothringen umgesetzt, so dass sie vom Präfekten Rictiovarus verhaftet und gefoltert wurden. Er ließ ihnen Pfrieme unter die Fingernägel stecken, sie mit flüssigem Blei übergießen, sie ins Feuer und in eiskaltes Wasser werfen. Nach anderen Überlieferungen soll man ihnen die Haut in Streifen abgezogen und sie ihnen als Schuhleder in die Hand gedrückt haben. Zum Schluss wurde einer enthauptet, der andere ertränkt.
Bereits im 6. Jahrhundert baute man an dieser Stelle eine Basilika. Einige Reliquien der beiden gelangten im 9. Jahrhundert nach Osnabrück, so dass sie Patrone nicht nur von Soissons, sondern auch von Stadt und Bistum Osnabrück sind, darüber hinaus Schutzheilige der Schuster und Gerber und der Schneider und Weber.

Namensbedeutungen: "Der Fröhliche" oder "Der Kraushaarige"

Gedenktag: 25. Oktober

Reliquien in: Lisdorf bei Saarlouis, Osnabrück und Prüm/Eifel