Die Osnabrücker Domorgeln


Domorgel Am 3. Advent 2003 wurde die neue Hauptorgel der Firma Kuhn, Männedorf (Schweiz), im Osnabrücker Dom eingeweiht. 53 Register, die über eine mechanische Traktur auf drei Manuale und Pedal verteilt sind, stehen über dem Hauptportal unter der Westrosette, vier weitere Register, die elektrisch angekoppelt werden können, sind im 1. Stock des großen Südwestturms untergebracht.
Was die Domorgel auszeichnet, sind ihr hoher Anteil an Registern der Normallage (Gravität), die in allen Teilwerken vorhandenen Streicherstimmen (Klangverschmelzung), der hohe Anteil (über 50 Prozent) der schwellbaren Register (stufenlose Dynamik) und die effektvollen Register im Turmwerk (die panflötenartige Flauto mirabilis, die Hochdruck-Tuba, die Clarinette mit ihrer durchschlagenden Zunge und die Stentorgambe). Ungewöhnlich ist auch die Sitzposition des Organisten: mittig über der Orgelrückwand, durch ein gläsernes Notenpult zum Altar blickend.

Außerdem verfügt der Dom über eine besondere Chororgel: das kleine Instrument im nördlichen Querschiff stammt aus der berühmten Pariser Werkstatt Mutin-Cavaillé-Coll (1898).
Es verfügt über zwölf Register mit drei zusätzlichen Transmissionen ins Pedal. Alle klingenden Pfeifen sind schwellbar. Diese Eigenschaft verleiht dem Instrument seine besondere Modulationsfähigkeit und prädestiniert es für die Begleitung der Domchöre und für konzertante Einsätze in intimerem Rahmen.

Ausführlich beschrieben sind die beiden Orgeln in eigenen Broschüren, die bei der Dombuchhandlung erhältlich sind (Tel. 0541/ 318-525). Auch sind beide Orgeln des Domes auf CD aufgenommen, solistisch oder im Zusammenspiel mit dem Osnabrücker Jugendchor.

Impressionen von der Bauphase der neuen Orgel



Spieltisch der Orgel Orgelbauer Dominique Sauer, Domorganist





Verantwortlich für die Orgelmusik am Dom: Dominique Sauer, Domorganist
Für die Chormusik: Johannes Rahe, Domchordirektor